ISE – Touch Technologien
Als erstes fällt auf das irgendwie jeder(!) mindestens ein, meistens mehrere Arten von Touch Technologien anbietet. Auch wenn sich die großen wie Epson diese offensichtlich komplett dazukaufen. Ohne darf man heute wohl nicht auf diese Messe.
Das Verkaufsargument ist dann auch nicht mehr, dass man mit der Hand, oder den Fingern Programme bedienen kann, sondern wie großartig die Software dahinter ist. Allerdings gibt es hier nur zwei große Richtungen. Erstens: Bild groß zoomen, Bild klein zoomen, Bild drehen (alternativ: man ersetzt “Bild” durch “Google Earth”). Zweitens: das digitale Whiteboard, also einen Stift der eine digitale Linie zieht, anstelle einer “echten”. Klar kann man das dann aufzeichnen oder mit anderen Benutzern (die auch so ein schickes Whiteboard haben) teilen usw.
Eine schöne und in sich schlüssige Anwendung kommt von der Uni Konstanz in Zusammenarbeit mit ICT. Die Anwendung für kreative Brainstorming Sessions überzeugt durch die durchdachte Features und den Einsatz von so genannten Token, die wie Schalter eingesetzt werden können. Außerdem werden bestehende Technologien wie Stiftscanner sinnvoll in die Anwendung eingebaut. Zur Zeit ist es noch ein Forschungsprojekt, dass aber evtl. demnächst als Open Source verfügbar gemacht wird.
Am angenehmsten war unserer Meinung nach die Methode mit Kameras und Infrarot Beams. Interessant war hier, die Entwicklung hin zur Auslagerung der Bildverarbeitung in die Hardware. Das macht deutlich bemerkbar Ressourcen für die verschiedenen Anwendungen frei. Daher liefen diese entsprechend auch am flüssigsten und machten somit am meisten Spaß. Eine weitere Kamera ermöglicht darüber hinaus auch Mustererkennung, die man sehr smart einsetzen kann (erinnert sich noch wer an die Microsoft Surface Demo Videos?
).
Doch nicht alles lief so, wie sich manche Entwickler das sicherlich gewünscht haben. Denn wie diese Screens und Tische im einzelnen tatsächlich aufgebaut sind, macht den Unterschied. Die Alternative mit Infrarot-Meshs kommt bei zu viel Multi im Touch logischerweise an ihre Grenzen.
Die kapazitive Methode mit Folien klingt interessant und ermöglicht auch deutlich elegantere Formen und flexiblere Einsatzorte – aber wir glauben, dass vielleicht erst zur nächsten ISE Modelle verfügbar sein werden, die einen ähnlichen Bedienkomfort erreichen werden wie das Kontur tracking. Ein wenig trüben auch die teilweise deutlich sichtbaren Drähte in den Folien das Bild. Ob es an der Software oder an der Hardware lagt, das ausgerechnet diese Modelle die Eingabe teilweise eher zögernd annahmen?
Trotzdem eindrucksvoll, was diese Multi-Multitouch Technologie kann.
Auch die Oberflächen tragen zum Bedienkomfort bei und hier punkten die matten, leicht aufgerauten (Acryl-)Glasscheiben. Vor allem fallen hier die allgegenwärtigen Fingerabrücke nicht so deutlich ins Gewicht.
Beeindruckend war teilweise die schiere Größe bis zu 67” (von Omega Glas). Hier wurde übrigens mit Kameras gearbeitet, was auch relativ gut funktionierte.
Für uns lautet die spannende Frage jetzt – wie auch schon vor 4 Jahren – welche Anwendungen werden der Technologie zum Durchbruch verhelfen?
Die weiteren ISE Themen folgen die nächsten Tage.
(ach ja… wer denkt, dass die Bildqualität der Videos zu wünschen übrig lässt, dem stellen wir frei uns eine kleine HD Cam für das nächste Event zur Verfügung zu stellen
)
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Kommentare ( 1 Comment )
Ja, fänd ich nicht schlecht mit der HD Cam. Meine kleine Nikon Coolpix ist eigentlich mehr zum Fotografieren gedacht, und schon etwas in die Jahre gekommen…
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