ISE – von Cubes und LCDs
Eine der Hauptthemen auf der ISE sind Screens. Screens in allen Formaten (und teilweise auch Formen).
Vorneweg müssen wir sagen, dass wir nichts aufregend Neues gefunden haben. Sicherlich wurden viele Dinge im Detail verbessert, aber wirklich neu war wie gesagt nichts. Aber trotzdem ist die ISE ein schöner “Showroom” und man kann sich zumindest ein Bild über alle verfügbaren Möglichkeiten machen.
Es gibt zum einen die “klassischen” LCDs, die nach wie vor der Standard sind, wenn es darum geht kompakt ein helles Bild zu erzeugen. Der einzige Nachteil… die Größe. Große LCDs ab 103” sind doch recht teuer.
Hierzu gibt es Alternativen, nämlich Projektoren, die bekanntermaßen sehr große Bilddiagonalen erreichen – aber leider ist das Bild in der Regel nicht sehr hell und sehr anfällig für Tageslicht. Projektoren die ordentlich ANSI an die Wand bringen, möchte man aber wegen der Laustärke und der Abwärme am liebsten nicht im Raum haben.
Wie bekommt nun Beides? Große Diagonalen und ein helles Bild.
Möglichkeit 1 – LCD Cluster:
Sogenannte seamless, also rahmenlose LCD werden kombiniert und ergeben so die gewünschte Größe.
Vorteile:
- Sehr helles und gutes Bild
- Man kann sehr hohe Auflösungen erreichen!
- Sehr geringe Bautiefe (9 LCDs benötigen kaum mehr Platz in der Tiefe als einer)
Nachteile:
- Aktuell gibt es noch mindestens rund 8-10 mm zwischen den einzelnen Bildschirmen
- Man benötigt relativ viele LCDs, da meistens 40”-50” LCDs verbaut werden (natürlich könnte man solche Wände auch aus 103” LCDs machen…)
Möglichkeit 2 – Cubes:
Cubes sind Rückprojektionsschirme, das heißt Projektor und Projektionsfläche als Einheit. Diese Bauweise hat mehrere Vorteile. Vor allem können wirklich sehr, sehr große Diagonalen erreicht werden.
Vorteile:
- Schon ein Cube hat eine Diagonale von 67”
- Es gibt kaum einen Rand zur nächsten Einheit, unter 5mm
Nachteile:
- Leider sind es immer noch Projektoren und daher ist die Helligkeit nicht zu vergleichen mit LCD Bildschirmen. Durch den lichtdichten Kasten, kann allerdings die Lichtausbeute deutlich gesteigert werden.
- Man muß ca. 1,5 – 2 Meter Raumverlust einrechen, wenn man eine solche Wand installieren möchte. 40-50cm gehen an denn Cube selber und dann noch mindestens 1m, um hinter die Cubes zu kommen, um sie zu warten.
- …ein Cube kostete rund 14.000€ – 16.000€ (dafür kann man sich ca. 2,5 LCDs an die Wand hängen)
LED Wände sind keine Alternative, da die Auflösung einfach zu gering ist. Und ja, man könnte auch mehrere Projektoren zusammenschalten – aber das potenziert die Probleme, die bereits ein einzelner verursacht.
Im nächsten Blogpost wird es um Collaboration Tools gehen und auch über die ISE hinaus Beispiele zeigen.

